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31. Mai 2026 um 22:45 Uhr

Bad Tabarz unter den Top 100 von 10.817 deutschen Gemeinden

Kneipp-Heilbad erzielt „sehr gut“ im bundesweiten Daseinsvorsorge-Check

Bad Tabarz belegt im „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge 2026“ des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) den bundesweiten Rang 71 von 10.817 bewerteten Gemeinden und erhält damit die Bestnote „sehr gut“. In Thüringen rangiert das staatlich anerkannte Kneipp-Heilbad auf Platz 2 und zählt zu den fünf bestplatzierten Gemeinden Deutschlands mit weniger als 5.000 Einwohnern.

Die Studie „IW-Gemeindecheck Daseinsvorsorge 2026“, durchgeführt vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Auftrag der Philip Morris GmbH und veröffentlicht am 25. Mai 2026, bewertet sämtliche 10.817 deutschen Gemeinden anhand von 17 Indikatoren aus den Kategorien Freizeit, Bildung, Gesundheit, Mobilität und Digitales. Bad Tabarz mit rund 4.000 Einwohnern erreicht dabei Gesamtrang 71 – das bedeutet, dass 99,34 Prozent aller deutschen Kommunen hinter der Gemeinde liegen.

Herausragende Stärke im Bereich Freizeit

Besonders deutlich hebt sich Bad Tabarz in der Kategorie Freizeit ab, in der die Gemeinde bundesweit Rang 10 belegt. Die Lage im Thüringer Wald mit einem dichten Netz an Wander- und Radwegen sowie vielfältigen Naherholungsangeboten bildet hierfür die Grundlage. Auch die Kategorien Gesundheit (Rang 730) und Bildung (Rang 1.046) werden im bundesweiten Vergleich überdurchschnittlich bewertet. In den Bereichen Mobilität (Rang 1.484) und Digitales (Rang 2.121) identifiziert die Studie Entwicklungspotenzial, das die Gemeinde in den kommenden Jahren adressieren will.

Kneipp-Status und Lage als strukturelle Stärken

Als staatlich anerkanntes Kneipp-Heilbad verfügt Bad Tabarz über eine überdurchschnittliche Gesundheits- und Kurinfrastruktur, die sich in der Bewertung der Studie widerspiegelt. Hinzu kommt die günstige Lage in der Nähe der Mittelzentren Gotha und Eisenach sowie der Landeshauptstadt Erfurt, die eine gute Erreichbarkeit zentralörtlicher Einrichtungen für die Bevölkerung sicherstellt.

Kleingemeinde übertrifft zahlreiche Großstädte

Der Befund ist bemerkenswert, da Großstädte wie Würzburg (Rang 1.705) oder Oldenburg (Rang 1.462) deutlich hinter Bad Tabarz rangieren. Bundessieger ist Haar bei München (Platz 1); Thüringens bestplatzierte Gemeinde ist das benachbarte Friedrichroda auf bundesweit Rang 10. Das IW Köln stellt in der Studie zudem fest, dass ostdeutsche Gemeinden im Schnitt häufiger die Bestnote „sehr gut“ erhalten (30 Prozent) als westdeutsche Gemeinden (20 Prozent) – ein struktureller Befund, der auch für Bad Tabarz als Beleg seiner Wettbewerbsfähigkeit gelten kann.

„Dieses Ergebnis bestätigt, dass auch eine kleine Gemeinde eine außergewöhnlich hohe Lebensqualität bieten kann. Unser Rang unter den bundesweit 100 besten Kommunen, zeigt, dass unsere Investitionen ins kulturelle Leben und die Sozial-, Kur- und Erholungsinfrastruktur nicht nur dem Tourismus sondern vor allem auch der einheimischen Bevölkerung zugutekommen.“ Bürgermeister David Ortmann

Nutzung des Ergebnisses für die Standortentwicklung

Die Gemeindeverwaltung sieht in dem Ergebnis ein fundiertes Argument für die weitere Standortentwicklung: Das Ranking stärkt das Standortmarketing gegenüber zuzugswilligen Familien, Pflegefachkräften und touristischen Gästen. Gleichzeitig unterstreicht die Platzierung die Eignung der Gemeinde als Empfängerin zielgerichteter Fördermittel für Infrastrukturinvestitionen, insbesondere in den Bereichen Mobilität und Digitales.

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