Ende des Dornröschenschlafs: Massemühle soll wieder Ausflugslokal werden
Fast zwei Jahrzehnte lag die Ausflugsgaststätte Massemühle im Lauchagrund brach. Zunächst wurde die Gaststätte geschlossen, dann zogen die Eigentümer aus. Das Objekt verkam zusehends. Die Außenanlagen verfielen, und das Haus schien zu verfallen oder zumindest zuzuwachsen.
Dieser Dornröschenschlaf könnte nun vorbei sein. Der Landschaftsarchitekt Martin Hauck hat das fast 7.000 Quadratmeter große Grundstück mit dem historischen Gebäude erworben.
Sein Wunsch: die Errichtung eines Cafés. Außerdem sollen in dem Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert eine Wanderherberge und eine Ferienwohnung untergebracht werden.
Möglicherweise könnte im Garten sogar eine begrenzte Anzahl von Zelten erlaubt werden. Damit würde dem einstigen Vorzeigeobjekt wieder Leben eingehaucht.
Hauck, der selbst Erfahrung im Bereich der Gastronomie hat, betrachtet das Projekt als Herzensangelegenheit: „Bad Tabarz vereint Wandern und Aktivität in der Natur mit Tradition und Genuss. Die Massemühle soll dafür wieder ein Aushängeschild werden.“
Bürgermeister David Ortmann freut sich über das Engagement des Planers. Er erklärt, dass es sich bei dem Grundstück um ein schwierig zu entwickelndes Vorhaben handelt: „Es kann vorteilhaft sein, dass ein Architekt selbst Bauherr ist.“
„Außerdem“, ergänzt der Bürgermeister, „haben sich die Rahmenbedingungen für die Ansiedlung von Gastronomie in Bad Tabarz verbessert. Ein höheres Gästeaufkommen bietet durchaus bessere Chancen für Gastronomen.“ Ortmann bestätigte zudem, dass die Gemeinde in der Zeit, in der das Objekt nicht genutzt wurde, „sowohl einen Wasseranschluss als auch eine Breitbandverbindung direkt bis zum Grundstück verlegt hat. Beides ist wichtig, um leerstehende Objekte wieder für Investoren attraktiv zu machen.“ Wenn es nach Martin Hauck geht, soll der Betrieb im Sommer 2028 beginnen.





