Fairtrade Gemeinde Bad Tabarz


Bad Tabarz, 12.01.2021: Bad Tabarz wurde der Titel „Fairtrade-Stadt“ für zwei weitere Jahre verliehen

Bad Tabarz bewarb sich 2015 erstmals um den Titel „Fairtrade Town“ und konnte alle Kriterien erfüllen.

Die Kriterien sind:

  • Der Gemeinde Ratsbeschluss, dass die Gemeinde den Titel anstrebt und bei Sitzungen und in der Verwaltung Fairtrade Kaffee ausgeschenkt und ein weiteres Fairtrade-Produkt verwendet wird.
  • Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft, Sozialwesen und Kirche bringt die Bewerbung um das Siegel auf den Weg zur „Fairtrade Gemeinde“
  • Gastronomen bieten fair gehandelte Speisen und Getränke an. In Einzelhandelsgeschäften werden Produkte aus fairem Handel angeboten.
  • In Vereinen und öffentlichen Einrichtungen, wie der Schule und der Kirche werden fair gehandelte Produkte verwendet und Bildungsveranstaltungen durchgeführt.
  • Über Aktivitäten der Fair Trade Gemeinde wird in Medien und in anderen Nachrichtenplattformen berichtet.

 

Wir machen mit!

 

Wir sind FairTrade Gemeinde:

Mit dem Erwerb des Siegels bezieht unsere Gemeinde Stellung zum Fairen Handel und übernimmt Verantwortung einen Beitrag zu leisten.

Denn leider ist im Laufe der Zeit, in der Lebensmittel immer günstiger wurden und die Anfahrtswege immer länger, einiges aus dem Gleichgewicht geraten. T-Shirts kosten in der Herstellung wenige ct. Der Produzent bekommt den kleinsten Anteil, des Preises den wir hier zahlen. Es gäbe noch viele solcher Beispiele.

Der TransFair Verein in Köln in vergibt das Siegel an Produkte, Schulen, Universitäten, Städte und Gemeinden.

Bad Tabarz hatte sich das erste Mal 2015 um den Titel beworben und ist am 12.01.2019 zertifiziert worden.

Manfred Holz vom TransFairVerein hielt zur festlichen Verleihung eine mitreißenden Rede und überreichte die Zertifizierungsurkunde.

Hier ein kleiner Auszug aus der Rede:

„Soziologische und ökologische Aspekte beeinflussen immer mehr unsere Kaufentscheidungen. Kaufen SIE also möglichst nur noch: (mit den Fairtrade-Einkaufschip)

bio-fair-regional und saisonal! Wir haben doch alle eine große gemeinsame Verantwortung, dass diejenigen, die uns täglich den Tisch decken, auch selbst satt werden – das gilt aber auch für unsere Landwirte, Fleischer, Bäcker, Fischer und Winzer!!!!

Jeder hat Macht, der etwas macht, denn die Moral endet nicht am Regal. Kaufen ist also nicht nur ein wirtschaftlicher Akt, sondern immer auch eine moralische Haltung.“…

„Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten geben sie nämlich keine Spende oder Almosen, sondern leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und bekämpfen somit aktiv eine der Fluchtursachen!!!

Dabei übernehmen immer mehr Kommunen, Schulen, Universitäten, Kirchen, Geschäfte und Firmen eine große Verantwortung und leisten somit auch eine ganz tolle Vorbildfunktion. Fair ist also, nicht billig einzukaufen, wofür andere teuer bezahlen!“