Fairtrade Town Bad Tabarz


Bad Tabarz, 12.01.2021: Bad Tabarz wurde der Titel „Fairtrade-Stadt“ für zwei weitere Jahre verliehen

Einige Partner:

Der Kneipp-Verein Bad Tabarz/ Brotterode e. V.  Wirkt in ganz vielfältiger Weise in Bad Tabarz und Thüringen. Denn der Vorstandvorsitzender  und der Vereinssitz vom Bad Tabarz ist zugleich auch der des Thüringer Kneipp-Verein: Dr. Sigurd Scholze im Theodor-Neubauer-Park3. Bad Tabarz verdankt ihnen seinen Kneipp Heilbad Status. Zudem organisiert der Verein viele Veranstalungen über das ganze Jahr. Von Gedächtnistraining, über Kräuterexkursionen und Kneipp im Freien bis hin zum Museumsfest im September oder Reisen zu Partner Kneipp-Heilbädern. Das Thema Fair Trade liegt Dr. Scholz sehr am Herzen: er engagiert sich in der Zukunftswerkstatt und ist bei den Treffen der Steuerungsgruppe dabei. Bei jeder Gelegenheit hebet er den Einklang der Kneippschen und der Fairtrade Idee hervor.

 

 

 

Fairtrade Gemeinde Bad Tabarz Partner tabbs  Das tabbs ist ein Partner der ersten Stunde. Im Bistro ist seit 2018 fair gehandelter Kaffee und Kakao zu genießen. „Im Hinblick auf Regionalität und Nachhaltigkeit setzt die tabbs vital GmbH bei Produkten, die man nicht von einheimischen und deutschen Produzenten beziehen kann, auf „Fair Trade“ Produkte. Kaffee und Kakao sind somit „fair gehandelt“ erklärt Frau Sagner, die Prokuristin des tabbs.  Regionale Anbieter wie Mahlschatz von Schmuck oder Kosmetika aus der Drogerie Ditter haben ihren festen Platz im tabbs.   In der Küche werden vorrangig frische Zutaten zu hochwertigen Speisen komponiert. Getränke erhalten Gäste und Mitglieder im Sportstudio in Gläsern, Mehrwegbechern oder kompostierbaren Reisbechern.

 

 

 

 

Wir sind Fair Trade Town:

Mit dem Erwerb des Siegels bezieht unsere Gemeinde Stellung zum Fairen Handel und übernimmt Verantwortung einen Beitrag zu leisten. Denn leider ist im Laufe der Zeit, in der Lebensmittel immer günstiger wurden und die Anfahrtswege immer länger, einiges aus dem Gleichgewicht geraten. T-Shirts kosten in der Herstellung wenige ct. Der Produzent bekommt den kleinsten Anteil, des Preises den wir hier zahlen. Unzählige Ungerechtigkeiten ließen sich hier aufzählen. Eine Orientierung gibt uns das Fairtrade Sigel, das der TransFair Verein in Köln in vergibt. Am 12.01.2019 kam Manfred Holz von diesem Verein nach Bad Tabarz um uns die Zertifizierungsurkunde zu überreichen.

 

Hier ein kleiner Auszug aus seiner Rede:

„Soziologische und ökologische Aspekte beeinflussen immer mehr unsere Kaufentscheidungen. Kaufen SIE also möglichst nur noch: (mit den Fairtrade-Einkaufschip)

bio-fair-regional und saisonal! Wir haben doch alle eine große gemeinsame Verantwortung, dass diejenigen, die uns täglich den Tisch decken, auch selbst satt werden – das gilt aber auch für unsere Landwirte, Fleischer, Bäcker, Fischer und Winzer!!!!

Jeder hat Macht, der etwas macht, denn die Moral endet nicht am Regal. Kaufen ist also nicht nur ein wirtschaftlicher Akt, sondern immer auch eine moralische Haltung.“…

„Mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten geben sie nämlich keine Spende oder Almosen, sondern leisten einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen und bekämpfen somit aktiv eine der Fluchtursachen!!!

Dabei übernehmen immer mehr Kommunen, Schulen, Universitäten, Kirchen, Geschäfte und Firmen eine große Verantwortung und leisten somit auch eine ganz tolle Vorbildfunktion. Fair ist also, nicht billig einzukaufen, wofür andere teuer bezahlen!“   

Bad Tabarz bewarb sich um den Titel „Fairtrade Town“ und konnte alle Kriterien erfüllen.

Die Kriterien sind:

  • Der Gemeinde Ratsbeschluss, dass die Gemeinde den Titel anstrebt und bei Sitzungen und in der Verwaltung Fairtrade Kaffee ausgeschenkt und ein weiteres Fairtrade-Produkt verwendet wird.
  • Eine Steuerungsgruppe, bestehend aus Mitgliedern aus Politik, Wirtschaft, Sozialwesen und Kirche bringt die Bewerbung um das Siegel auf den Weg zur „Fairtrade Gemeinde“
  • Gastronomen bieten fair gehandelte Speisen und Getränke an. In Einzelhandelsgeschäften werden Produkte aus fairem Handel angeboten.
  • In Vereinen und öffentlichen Einrichtungen, wie der Schule und der Kirche werden fair gehandelte Produkte verwendet und Bildungsveranstaltungen durchgeführt.
  • Über Aktivitäten der Fair Trade Gemeinde wird in Medien und in anderen Nachrichtenplattformen berichtet.